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Das war 2009

Das Jahr 2009 begann an einem vielversprechenden Tag mit Sonnenstrahlen und dem Schreien der rückkehrenden Wildgänse.

December 31, 2009 | Posted By: | Diary |

Mit einem Duft von Frühling in der Nase ging es ins Studio und somit Untertage. Die Erwartungen waren hoch und voller Vorfreude, obwohl es im Lied “The Loose” um Hoffnungslosigkeit und Zerfall geht. Das Schlagzeug geht gut und es treibt. Leichte Spuren von Chaos und Wahnsinn – sehr ausgewogen. Der Bass kommt spät aber im Groove. Wie ein Aufwind. Dann Gesang…eher ein Absturz. Die Stimme geht nicht gut, ist nicht kaputtzukriegen. Ständig etwas aufhaltend, “gleich bin ich dran”. Dann kommt sie doch noch und zufriedenstellend. Es war nicht leicht loszulassen und doch hat es sich gelohnt. Die erste Hälfte des Double Feature „the abundancies fluctuate around a fixed mean“ ist fertig!

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Aber zwischendurch soll noch einiges passieren: Im Februar fahren wir mit Mona die uns hin und wieder ein Konzert organisiert nach Kassel um die Band „Kostenlos“ bei ihrer Record-Release-Feier zu unterstützen. Oh wie schön es im heimatlichen kurhessischen Bergland doch ist! Dort erwarteten uns symphatische Musiker und ein sehr nettes Organisationsteam, die uns herzlich Willkommen hießen.

Der Abend fand für uns seinen Höhepunkt, als wir mit unser unbekannten Hörerschaft konfrontiert wurden. Selten war ein Publikum so euphorisch und energetisch. Die Resonanz war großartig und hat uns sehr berührt und gestärkt! So viel Applaus und Zurufe, so viel Tanz und Bewegung sind uns entgegengebracht worden, dass uns streckenweise das Herz stehengeblieben ist!

Weiter geht es im März im Knaack und im Mai im SO36:

Die Hände sind erkaltet, steif und feucht. Hektisch springt die Nadel des Stimmgerätes und tut sich schwer die Mitte zu finden. Der Atem stockt und wird durch rasenden Herzschlag geteilt. In der Ferne verklingen die letzten Töne einer andersartigen Band. Es ist eine Mischung aus Euphorie und Tatendrang und ein paar letzte Zweifel.

Auch die populärste aller Fragen ist wieder mit von der Partie: “Was machen wir hier eigentlich”. Eine Antwort folgt glücklicherweise allsbald – wir spielen begeistert und neu und frisch und der Nutzen eines schnellen Herzens wird klar. Wachsam sind wir und schnell entgleitet der Scharfsinn vom Fundament tiefer Töne getragen in energetischen Tanz. Es bleibt der letzte Ton, getragen vom Raum und reflektiert vom Publikum. Der Applaus tut gut und die Hitze der Scheinwerfer und der Dunst sind mannigfaltig. Wir schwimmen getragen von Euphorie und Begeisterung Dritter – ein schönes Publikum. Was bleibt sind Nackenschmerzen und unstillbare Lust…

Im August spielen wir in den alten Lokhallen im Tempelhofer Südgelände. Ein wirklich schöner Ort mitten in der rauen Großstadt und eine ganz besondere Atmosphäre in diesen großen, dunklen Hallen. Inzwischen ist Mona der Meinung, dass wir endlich mal richtige Bandfotos bräuchten und oragnisiert ein Fotoshooting – völlig umsonst wie sich später herausstellen soll: Viele Bilder, ein Experiment, improvisiert wegen des schlechten Wetters – angelehnt an Chaplin und die Industrialisierung – umgesetzt von Andreas Schampera, dem wir einen Umzug schulden und begleitet von Mona, die uns gedrängt hat – doch positiv …

Im Oktober haben wir mit Gewürzspekulatius und den drei Fragezeichen im Gepäck in wenigen Stunden unsere selbst- entworfene CD-Hülle für unser ‘Double Feature’ ‘the abundances fluctuate around a fixed mean’ erstellt. Liebevolle Kleinstarbeit, die Meisten von uns hatten seid der Grundschule keine Bastelschere mehr in der Hand, und trotzdem ist es uns gelungen 100 Exemplare zu fertigen. Mehr werden es auch nicht werden, denn die Auflage soll als Sammlerstück für unsere Freunde und treuen Fans reichen. Natürlich wird diese EP vorgestellt: Am 24. Oktober im Zosch!

Und der Höhepunkt des Jahres folgte im November, denn Tinef sind wieder zu viert! Der großartige Daniel Bär ist ein Teasemuckl geworden (wofür er sich die Haare abrasieren musste) und wird uns zukünftig durch seine grandiosen Gitarrenklänge unterstützen! Gemeinsam haben wir begonnen, an unserem neuen Album “The Expedition” zu arbeiten. Das Arrangieren ist spannend und mit Daniel kommt frischer Wind in die ohnehin frischen Klänge…

Auf zu neuen Ufern!

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